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Smart Home.
Im Altbau.

Elektro· 4 Min. Lesezeit

„Smart Home" verspricht Heizung, Licht und Sicherheit aus einer App. Im Neubau einfach. Im Altbau eine Frage des Systems. Drei Ansätze gibt es — wir erklären Vor- und Nachteile für die Nachrüstung im Bestand.

System 1: KNX-Bus (verkabelt)

Der professionelle Standard. Jeder Schalter, jede Steckdose, jeder Aktor wird mit einem zusätzlichen 4-adrigen Bus-Kabel verbunden. Geräte „sprechen" über diesen Bus miteinander, gesteuert wird über eine zentrale Logik.

Vorteile: Robust, herstellerunabhängig (KNX ist ein offener Standard), unbegrenzt erweiterbar, kein WLAN-Risiko, hohe Wertsteigerung beim Hausverkauf.

Nachteile: Komplette Neu-Verkabelung nötig — also nur bei Komplettsanierung sinnvoll. Materialkosten 15.000–35.000 € für EFH, Programmierung extra.

Eignung Altbau: Nur bei vollständiger Sanierung. Wenn Wände sowieso offen sind: top.

System 2: Loxone

Ein österreichisches Hersteller-Komplettsystem, das ähnlich wie KNX verkabelt arbeitet, aber mit eigener Logik und App. Einfacher zu programmieren als KNX, aber Sie sind an einen Hersteller gebunden.

Vorteile: Einfacher als KNX, attraktive App, große Community.

Nachteile: Hersteller-Lock-in. Auch Verkabelung nötig.

Eignung Altbau: Wie KNX — nur bei Komplettsanierung sinnvoll. Kosten 12.000–25.000 €.

System 3: Funk-Systeme (Homematic, Zigbee, Matter)

Die Nachrüstlösung ohne Wand-Aufreißen. Funk-Schalter, Funk-Steckdosen, Funk-Thermostate. Steuerung über eine Zentrale (CCU, Hue Bridge, Apple HomeKit).

Vorteile: Keine Verkabelung. Pro Gerät 20–80 € — Sie können stufenweise nachrüsten. Modernes „Matter"-Protokoll wird ab 2025 Industriestandard, Geräte aus verschiedenen Marken funktionieren zusammen.

Nachteile: WLAN-/Funk-Abhängigkeit. Bei großen Häusern Reichweite-Probleme. Sicherheitsrisiken bei billigen China-Produkten.

Eignung Altbau: Beste Option für Nachrüstung ohne Sanierung. Kosten 1.500–6.000 € für solide Mittelklasse-Ausstattung.

Was wir empfehlen — nach Situation

Kompletter Umbau geplant

KNX oder Loxone. Investition lohnt sich. Werterhalt 20+ Jahre.

Nur Bad / Küche saniert, Rest bleibt

In den sanierten Räumen: Leerrohre für späteres KNX legen, aktuell Funk-Lösung. Bei Stromkreisen schon „intelligente" Schalter verbauen, die später noch programmiert werden können.

Keine Sanierung, einfach Komfort wünschen

Matter/Zigbee-Funk-System. Smarte Thermostate (€ 70 pro Stück) sind die erste sinnvolle Investition — Heizkosten-Reduktion oft 5–15 %. Dann Beleuchtung, dann Rollladen, dann Sicherheit.

Was lohnt sich wirklich an Komfort?

Aus Erfahrung der wichtigsten 5 Funktionen:

  1. Heizungssteuerung pro Raum — größter messbarer Energiespar-Effekt
  2. Beleuchtung mit Dimmer und Zeitschaltung — Komfortgewinn täglich spürbar
  3. Rollladen-Automatik — Einbruchschutz + Heizkosten
  4. Türklingel mit Kamera-App — Sicherheit, einfacher Einstieg
  5. Wassermelder unter Spül-/Waschmaschine — verhindert Wasserschaden, der schon 15.000 € kosten kann
Smart Home heißt nicht „alles über die App steuern können". Die wichtigste Erkenntnis: Was Sie täglich nutzen, sollte einen physischen Schalter behalten. Smart wird, was sich automatisch erledigt.

Was wir bei Sanierungen einbauen

Standardmäßig bei jeder Sanierung ohne KNX-Vollausbau:

So bleibt das Haus zukunftsfähig — egal ob Sie heute, in 5 oder in 15 Jahren smart machen.

Smart-Home-Beratung bei Sanierung

Wir planen Smart-Home-fähige Elektroinstallation mit ein — entweder direkt aktiv oder als spätere Erweiterungsmöglichkeit. Sie entscheiden, wir bereiten vor.

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