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Elektro.
Bei Sanierung.

Elektro· 5 Min. Lesezeit

Bei jeder größeren Sanierung steht die Frage: „Müssen wir die Elektrik mit anpacken?" Die ehrliche Antwort: Bei Häusern vor 1990 fast immer. Hier die Klassiker, die zwingend erneuert werden müssen — und die, wo es sich lohnt, aber nicht muss.

Was zwingend erneuert werden MUSS

1. Aluminium-Leitungen aus den 60er/70ern

Wenn Sie noch Alu-Leitungen haben, ist das ein Sicherheitsrisiko. Aluminium dehnt sich anders aus als die Kupfer-Kontakte in Klemmen, was zu losen Verbindungen und Brandgefahr führt. Versicherer schließen Brände auf Alu-Leitungen oft aus der Deckung. Beim ersten Anlass: komplett tauschen.

2. Fehlender FI-Schutzschalter

Seit 2009 in Neubauten Pflicht: FI/RCD-Schutz für alle Steckdosenstromkreise. Bei Sanierungen mit Eingriff in die Installation wird der FI nachgerüstet — keine Ausnahme. Lebenswichtig in feuchten Räumen (Bad, Küche, Waschküche).

3. Zu kleine Hauptanschlussleitung

Häuser der 60er/70er haben oft nur 25 A Hauptzuleitung. Mit moderner Elektromobilität (11 kW Wallbox), Wärmepumpe und Induktionsherd zusammen reicht das nicht. Vor Wärmepumpen-Installation: Hauptanschluss prüfen und bei Bedarf auf 35 A oder 63 A erweitern (Antrag beim Netzbetreiber).

4. Stoffummantelte Leitungen

Klassiker in Häusern vor 1965: Leitungen mit Stoffummantelung statt PVC. Brüchig, brandgefährlich. Müssen ersetzt werden, sobald die Wand sowieso offen ist.

5. Alte Sicherungskästen mit Schraubsicherungen

„Diazed"-Schraubsicherungen sind veraltet. Heute: Sicherungskasten mit Leitungsschutzschaltern (LS) und FI. Tausch kostet 800–1.500 €, ist aber Pflicht beim Hauptanschluss-Upgrade.

Was sich lohnt, aber nicht muss

Mehr Steckdosen

Faustregel: Mindestens 5 Doppelsteckdosen pro Raum. Küche: 12 Steckdosen plus Sondersteckdosen. Bad: 3 mit FI. Bei Sanierung kostet jede zusätzliche Dose nur 60–80 € — nachträglich später 200 €+.

Strukturierte Verkabelung

Auch wenn heute alles WLAN geht: Cat-7-Netzwerkkabel in jedem Wohnraum sind eine Investition für 30 Jahre. Streaming, Smart-Home, Homeoffice — alles besser über Kabel.

Smart-Home-Vorbereitung

KNX, Loxone oder Bus-Systeme erfordern Leerrohre für spätere Nachrüstung. Pro Wohnraum 2–3 Leerrohre einplanen.

Beleuchtungs-Vorbereitung

Mehrere Lichtkreise pro Raum, dimmbar verkabelt, Bewegungsmelder-Vorbereitung im Flur und Treppenhaus. Macht später flexibles Wohnen möglich, ohne wieder zu stemmen.

Was im Estrich und in der Wand verbaut wird, bleibt 50 Jahre. Sparen Sie nicht am Elektriker — die 2.000 € Mehrkosten heute sparen Ihnen 5.000 € Nacharbeit in 10 Jahren.

Was es kostet

Unser Vorgehen

Wir arbeiten bei der Elektroinstallation mit zwei festen Elektrobetrieben aus Schwetzingen und Heidelberg zusammen. Vor Sanierungsbeginn macht der Elektriker eine Bestandsanalyse und erstellt zusammen mit uns einen integrierten Sanierungsplan. Sie haben dann ein einziges Angebot — alle Gewerke koordiniert.

Sanierung mit Elektrik aus einer Hand

Wir koordinieren Elektriker, Sanitär- und Bauarbeiten zeitlich und planerisch. Sie haben einen Ansprechpartner und keine Schnittstellen-Probleme.

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