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Komplett-
sanierung. Realistisch.

Komplettsanierung · 6 Min. Lesezeit · Wilhelm Frank

"Wir wollen das ganze Haus sanieren — was kostet das?" Das ist die wahrscheinlich häufigste Frage in unseren Erstgesprächen. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber wir können Ihnen realistische Bandbreiten geben — und Ihnen sagen, wann sich eine Sanierung rechnet.

Was ist eine Komplettsanierung?

Wir unterscheiden:

Realistische Kostenrahmen

EFH 80 m² (kleines Reihenhaus, Bj. 1960er)

Gesamt: 127.000–184.000 € ohne Eigenleistung.

EFH 120 m² (Standard-Einfamilienhaus, Bj. 1970er/80er)

Gesamt: 171.000–254.000 €

EFH 180 m² (großes Haus, Bj. 1970er, evtl. mit Anbau)

Diese Zahlen sind Marktpreise im Rhein-Neckar-Kreis Stand Q3 2024 für Vollservice durch Fachbetriebe. Eigenleistung kann je nach Können 15–30 % einsparen, aber nicht bei tragenden Gewerken (Statik, Heizung, Sanitär, Elektro).

Wann lohnt sich eine Komplettsanierung wirtschaftlich?

Faustformel: Wenn die Sanierungskosten unter 70 % des Neubauwerts liegen UND das Grundstück eine hohe Lage-Qualität hat, ist Sanierung in der Regel wirtschaftlicher als Abriss/Neubau.

Praxisbeispiel: Reihenhaus in Schwetzingen, Bj. 1965, 110 m². Sanierung kalkuliert mit 180.000 €. Neubau auf gleicher Grundfläche würde 380.000 € kosten (inkl. Abriss). Sanierung lohnt sich klar.

Gegenbeispiel: Bungalow in Heidelberg, Bj. 1955, schlechter Schnitt, kaum dämmbar wegen Denkmalauflagen. Sanierung 220.000 €, Neubau 290.000 €. Hier rechnet sich Sanierung weniger.

Was bringt eine Komplettsanierung?

  1. Energiekosten: Reduktion typischerweise um 60–75 %. Bei 3.000 €/Jahr Heizkosten sparen Sie 1.800–2.250 €/Jahr.
  2. Wohnqualität: Schimmel weg, Schallschutz besser, Komfort spürbar höher.
  3. Wertsteigerung: Sanierte Immobilien erzielen im Verkauf 15–30 % mehr als unsanierte Vergleichsobjekte.
  4. Gesetzeskonformität: Sie erfüllen GEG-Anforderungen und müssen sich nicht mehr um nachträgliche Pflicht-Sanierungen sorgen.
Eine Komplettsanierung ist eine Investition für die nächsten 30–40 Jahre. Wer sie macht, sollte sie konsequent machen — Stückwerk wird langfristig teurer.

Förderung

Wer "Effizienzhaus 55" oder besser erreicht, bekommt von der KfW Tilgungszuschüsse zwischen 25.000 € und 45.000 € — abhängig von Effizienzstufe und Boni. Eine BEG-Beratung ist obligatorisch, kostet aber nur 1.500 € (davon 50 % BAFA-Förderung). Mehr dazu in unserem Artikel zu Förderungen.

Unser Vorgehen

  1. Erstgespräch bei Ihnen vor Ort (kostenfrei, ca. 90 Min.)
  2. Energieberater einbinden (iSFP erstellen)
  3. Schritt-für-Schritt-Sanierungsplan (auch über mehrere Jahre möglich)
  4. Festpreis-Angebote pro Gewerk
  5. Bauleitung & Koordination aus einer Hand
Bereit für ein ehrliches Erstgespräch?

Wir kommen vor Ort, schauen uns das Haus an und sagen Ihnen realistisch, was sinnvoll und was Quatsch wäre. Keine Drückermethoden, kein Vertragszwang.

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