Was zählt zur "Komplettsanierung"?
Eine echte Komplettsanierung umfasst:
- Demontage aller Sanitärobjekte und alten Fliesen
- Sanitärinstallation neu — Zu- und Abwasserleitungen
- Elektroinstallation neu — FI-Schutz, neue Steckdosen, ggf. Lüftungsanschluss
- Estricharbeiten falls erforderlich
- Abdichtung Wand und Boden im Nassbereich
- Fliesen Wand und Boden
- Sanitärobjekte einbauen (WC, Waschtisch, Dusche/Wanne)
- Türen, Lichtspiegel, Heizkörper, Lüfter
Wer "Bad renovieren" sagt aber nur Fliesen kleben und neue Armaturen einbaut, hat keine Sanierung — sondern Kosmetik. Das ist auch okay, kostet dann aber 3.000–6.000 €.
Realistische Kostenspannen
Für ein typisches 8-m²-Bad (in Schwetzingen, Heidelberg, Mannheim):
- Basis-Komplettsanierung: 12.000–17.000 € (Standard-Sanitär, mittlere Fliesenqualität, einfache Lüftung)
- Gehoben: 17.000–25.000 € (Premium-Sanitärmarken, Großformat-Fliesen, eingelassener Lichtspiegel)
- Luxus: 25.000–40.000 € (Naturstein, Designarmaturen, schwellenlose Dusche mit Glaswand, smarte Steuerung)
Pro Quadratmeter rechnen Sie mit 1.500–3.000 € als Faustregel. Bei größeren Bädern sinkt der m²-Preis, weil Demontage und Anschlüsse einmalige Fixkosten sind.
Zeitplan — was wirklich realistisch ist
- Planung & Materialbestellung: 2–4 Wochen vor Baubeginn (Lieferzeiten Sanitär!)
- Demontage: 2 Tage
- Installateur: 2–3 Tage
- Elektriker: 1 Tag
- Wand- und Bodenputz, Trocknung: 3–5 Tage
- Abdichtung: 2 Tage (inkl. Trocknung)
- Fliesen verlegen: 4–7 Tage
- Sanitärendmontage: 1–2 Tage
- Feinarbeit, Silikon, Reinigung: 1–2 Tage
Effektive Baudauer: 3–4 Wochen. Wer mehr verspricht (z. B. "in 5 Tagen fertig"), nimmt fast immer fragwürdige Abkürzungen bei der Abdichtung oder Trocknung. Davon raten wir dringend ab — Wasserschäden sind ein paar Jahre später garantiert.
Die häufigsten Stolperfallen
1. Schlechte Abdichtung
Die Verbund-Abdichtung unter den Fliesen ist UNSICHTBAR — aber lebenswichtig. Hier wird oft gespart. Konsequenz: Nach 3–5 Jahren tropft es im Stockwerk darunter. Sanierung dann: 8.000 € aufwärts.
2. Zu kleine Lüftung
Ohne Fenster braucht das Bad einen aktiven Lüfter mit Nachlauf, idealerweise feuchtegesteuert. Schimmel-Garantie ohne ist hoch.
3. Falsche Reihenfolge der Gewerke
Wenn der Fliesenleger schon klebt, bevor der Elektriker die Steckdosen-Dosen final gesetzt hat — das wird teuer. Wir bei WF Fliesen koordinieren alle Gewerke aus einer Hand. Sie sparen Schnittstellen-Frust und Folgefehler.
4. Materialwahl unter Druck
Auf dem Bau "schnell entscheiden, was schon da ist". Lieber 2 Wochen mehr Planungszeit als 20 Jahre mit Fliesen, die Sie nicht mehr sehen können.
5. Versteckte Kosten nicht eingeplant
Erfahrungsgemäß fallen oft an: alte Heizungsleitungen erneuern (500–1.500 €), Estrich aufdoppeln (800–1.500 €), Versorgungs-Steigleitung tauschen (600–1.000 €). Planen Sie 15 % Reserve auf das Angebot ein.
Eine Badsanierung ist eine Investition für 20–25 Jahre. Sparen Sie nicht am Handwerker — sparen Sie eher an der Marke der Armatur. Die wechselt leichter als ein nicht-funktionierender Abfluss.
Wann lohnt sich KfW-Förderung?
Wenn das Bad barrierefrei umgebaut wird (schwellenlose Dusche, breitere Tür, Stützgriffe), zahlt die KfW über das Programm 159 Zuschüsse bis 6.250 €. Pflegekassen geben unabhängig davon bis zu 4.000 € als Wohnumfeld-Verbesserung. Beide kombinierbar. Mehr dazu in unserem Artikel zum barrierefreien Bad.
Wir kommen vor Ort, messen auf und liefern Ihnen ein detailliertes Angebot — pro Gewerk und in Summe. Sie haben volle Kostenkontrolle, keine Nachschläge.
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