Phase 1: Die ersten 30 Minuten
1. Wasser abdrehen
Hauptabsperrhahn finden und schließen. Bei Mehrfamilienhäusern liegt er meistens im Keller bei der Wasseruhr. Bei Einfamilienhäusern oft im Hauswirtschaftsraum oder Erdgeschoss-Eingangsbereich. Wer das nicht weiß, sollte es JETZT lokalisieren — nicht erst im Ernstfall.
2. Strom sichern
Wenn Wasser auf elektrische Leitungen, Verteiler oder Steckdosen trifft: Sicherungen für die betroffenen Räume ausschalten. Im Zweifel den Hauptschalter. Erst dann das Wasser betreten.
3. Möbel und Wertsachen retten
Was beweglich ist, wird weggetragen. Insbesondere Holzmöbel quellen schnell auf. Teppiche aufrollen und an einen trockenen Ort bringen. Bücher, Dokumente, Elektrogeräte zuerst.
Phase 2: Stunde 1–4
4. Versicherung informieren
Sofort die Gebäudeversicherung (bei festen Bauteilen, Wänden, Böden) und/oder die Hausratversicherung (für Möbel und bewegliches Inventar) anrufen. Schadennummer notieren. Viele Versicherungen haben 24/7-Hotlines.
5. Dokumentation starten
Fotos und Videos in dieser Reihenfolge:
- Schadenursache (z. B. das geplatzte Rohr) — bevor irgendetwas repariert wird
- Umfang des Wasseraustritts
- Betroffene Räume und Gegenstände im Detail
- Wasserstand an Wänden — markieren mit Klebeband, Foto machen
Diese Dokumentation ist später Gold wert bei der Schadensregulierung.
6. Wasser entfernen
Eimer, Wischmopp, Nasssauger. Bei größeren Mengen Pumpe einsetzen. Stehendes Wasser ist der Hauptverursacher von Folgeschäden — je schneller weg, desto besser.
Phase 3: Stunde 4–24
7. Sanierungsbetrieb anrufen
Spätestens jetzt ist ein professioneller Sanierungsbetrieb fällig. Wir bei WF Fliesen sind im Rhein-Neckar-Kreis im 24/7-Notdienst. Innerhalb von 2 Stunden vor Ort, mit Trocknungstechnik. Direktabrechnung mit der Versicherung möglich.
8. Trocknung einleiten
Sobald das offene Wasser raus ist, beginnt die technische Trocknung:
- Bautrockner / Kondensationstrockner aufstellen
- Bei verdeckten Hohlräumen (Estrich, Wandaufbau): Bohrungen für Adsorptionstrockner
- Messung der Restfeuchte alle 2–3 Tage, bis trocken
Übliche Trocknungsdauer: 1–4 Wochen, je nach Schadensausmaß und Baumaterial.
9. Lüften, aber richtig
Fenster nur kurz und stoßweise öffnen (5–10 Min., alle 2–3 Stunden). Dauerlüftung bringt nichts und kühlt nur das Raumklima aus, was die Trocknung verlangsamt.
Faustregel: Was in den ersten 24 Stunden professionell aufgenommen wird, kostet 1/3 dessen, was eine verschleppte Sanierung verursacht.
Was Sie nicht tun sollten
- Nicht selbst die Wand aufstemmen — Sie wissen nicht, was dort an Leitungen liegt
- Nicht warten, bis die Versicherung "freigibt" — Schadensminderungspflicht: Sie müssen aktiv werden
- Nicht den Heizlüfter aufstellen — bringt nichts gegen Feuchtigkeit in Wand/Estrich
- Nicht alle Türen schließen — feuchte Luft braucht Zirkulation
Wir sind in maximal 2 Stunden bei Ihnen. Mit Trocknungstechnik, Versicherungs-Direktkommunikation und kompletter Schadensbehebung aus einer Hand.
0179 / 743 59 21 anrufen