Phase 1: Sicherung und Erstmaßnahmen (Tag 1–2)
Direkt nach Brandlöschung durch die Feuerwehr beginnt die Sicherung:
- Statische Prüfung der Bausubstanz durch Statiker — sind tragende Teile noch belastbar?
- Notabdichtung von Dach, Fenstern und Fassaden gegen Witterung
- Strom-, Wasser- und Gasabsperrung in Abstimmung mit Versorgern
- Zugangssicherung gegen unbefugtes Betreten — auch nachts
- Erste Bestandsaufnahme mit Foto-, Video- und Bestandslisten für die Versicherung
Phase 2: Schadstoff-Bestandsaufnahme (Tag 2–7)
Brandrauch enthält je nach verbrannten Materialien eine Vielzahl von Schadstoffen: PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), Dioxine, Furane, Schwermetalle — und natürlich Ruß. Vor der Sanierung müssen Proben genommen und im Labor analysiert werden. Erst dann steht fest:
- Welche Bauteile können gereinigt und behalten werden?
- Welche müssen rückgebaut werden?
- Welche Schutzmaßnahmen sind für die Arbeiter erforderlich?
Die Versicherung benötigt diesen Befund für die Schadenshöhenfestlegung. Wir koordinieren das mit unserem festen Laborpartner.
Phase 3: Schadstoffentfernung (Woche 2–4)
Jetzt wird gereinigt und ausgebaut. Je nach Schwere der Verrußung:
- Trockene Vorreinigung: Grobruß-Entfernung mit HEPA-Sauger und Spezial-Tüchern
- Nassreinigung: Mit alkalischen oder lösungsmittelhaltigen Spezialreinigern, je nach Untergrund
- Demontage nicht reinigbarer Bauteile: Bodenbeläge, Dämmstoffe, Tapeten, beschädigtes Holz
- Rauchpartikel aus Hohlräumen entfernen — oft der aufwendigste Schritt
Mitarbeiter tragen dabei P3-Atemschutz und Vollanzüge. Schutzbereiche werden mit Unterdruckhaltung abgeschottet — vergleichbar mit einer Asbestsanierung.
Phase 4: Geruchsneutralisation (Woche 4–6)
Auch nach gründlicher Reinigung bleibt oft der charakteristische Brandgeruch — Geruchsmoleküle sitzen tief in Estrichen, Holzbalken und Mauerwerk. Methoden:
- Ozonbehandlung: Spaltet Geruchsmoleküle auf molekularer Ebene
- Thermonebel: Vernebelte Reagenzien dringen tief in poröse Materialien
- Versiegelung: Geruchsisolierende Beschichtungen auf Wänden und Estrichen
Welche Methode wann sinnvoll ist, hängt vom Material und vom Ausmaß ab. Wir kombinieren typischerweise zwei oder drei Verfahren.
Phase 5: Wiederherstellung (Woche 6+)
Erst jetzt beginnt das, was viele als „die Sanierung" verstehen — der Wiederaufbau. Trockenbau, Putz, Maler, Fliesen, Bodenbeläge, Sanitär, Elektro. Bei WF Fliesen kommt das aus einer Hand — wir koordinieren alle Gewerke selbst oder über unser bewährtes Partnernetzwerk im Rhein-Neckar-Kreis.
Eine gute Brandsanierung erkennen Sie daran, dass Sie nach Übergabe nicht mehr riechen, dass es gebrannt hat. Das ist der echte Qualitätstest.
Wie lange dauert es?
Realistische Zeitspannen:
- Kleiner Küchenbrand (ein Raum stark, andere geruchlich betroffen): 4–6 Wochen
- Wohnungsbrand (mehrere Räume, Etage strukturell intakt): 3–4 Monate
- Voller Hausbrand mit statischen Schäden: 8–18 Monate
Was die Versicherung übernimmt
Die Gebäudeversicherung deckt in der Regel: Reinigung, Sanierungskosten, Wiederherstellung. Die Hausratversicherung: bewegliches Inventar (Möbel, Kleidung, Elektronik). Wichtig: Direktabrechnung mit der Versicherung ist möglich — wir kümmern uns um Kostenvoranschläge, Schadensgutachten und Abrechnung. Sie haben mit Papierkram nichts zu tun.
Wir sind 24/7 im Notdienst und kommen mit kompletter Sanierungsausrüstung. Direktkommunikation mit Ihrer Versicherung, alles aus einer Hand bis zur Schlüsselübergabe.
Notruf 0179 / 743 59 21